
Ennepe-Ruhr-Kreis: Mehr bebaute Fläche als im NRW-Durchschnitt
Neue Daten vom Statistischen Landesamt zeigen, wofür die Flächen im Ennepe-Ruhr-Kreis genutzt werden. Die Region ist dichter bebaut als der Landesdurchschnitt, bietet aber trotzdem viel Natur.
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Ennepe Ruhr Kreis ist sehr grün
Der Ennepe Ruhr Kreis umfasst fast 41.000 Hektar insgesamt. Wie das Statistische Landesamt in einer aktuellen Erhebung mitteilt, wird der weitaus größte Teil davon von der Natur eingenommen. Rund 28.190 Hektar und damit knapp 69 Prozent der Fläche sind sogenannte Vegetationsflächen, zu denen unter anderem Wald und Landwirtschaft zählen. Damit ist der Kreis rein flächenmäßig überwiegend grün geprägt. Im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen zeigt sich aber, dass der Ennepe-Ruhr-Kreis dichter besiedelt ist. Während landesweit die reinen Siedlungsflächen knapp 17 Prozent ausmachen, sind es hier vor Ort fast 23 Prozent. In diesem Bereich sind Wohngebäude, aber auch Industrie- und Gewerbeflächen zusammengefasst. Der Anteil der Straßen und Wege liegt im Kreisgebiet mit knapp sieben Prozent fast exakt im NRW-Durchschnitt. Die Daten zur Bodenfläche werden landesweit regelmäßig von den Katasterämtern erfasst. Sie ordnen jeden Hektar einer bestimmten Hauptnutzung zu, etwa Siedlung, Verkehr, Vegetation oder Gewässer. Zu den Siedlungsflächen zählen in dieser Statistik kurioserweise auch Abbaugebiete wie Tagebaue oder Steinbrüche, deren Anteil in ganz Nordrhein-Westfalen aktuell bei rund 0,5 Prozent liegt. Während beispielsweise im Rheinischen Revier riesige Flächen für den Braunkohleabbau genutzt und nun teilweise wieder renaturiert werden, spielt dieser Faktor im Ennepe-Ruhr-Kreis kaum eine Rolle. Auch Gewässer nehmen im Kreisgebiet mit knapp 700 Hektar nur einen vergleichsweise kleinen Teil ein, was in etwa 1,7 Prozent der Gesamtfläche entspricht.