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20 Jahre länger Strom aus Biomüll im Ennepe-Ruhr-Kreis
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20 Jahre länger Strom aus Biomüll im Ennepe-Ruhr-Kreis

Euer Biomüll im Ennepe-Ruhr-Kreis wird auch in den nächsten zwanzig Jahren von einem Unternehmen aus Wetter in Witten zu Strom gemacht. Das hat der Kreis jetzt nach einer europaweiten Ausschreibung mitgeteilt.

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Abfall im Ennepe-Ruhr-Kreis bleibt lokale Sache aus Witten und Wetter

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Es geht weiter mit den AHE in Witten, denn: Nach einer europaweiten Ausschreibung hat der Ennepe-Ruhr-Kreis den Betrieb seiner Vergärungsanlage in Witten-Bebbelsdorf neu vergeben. Das wettersche Unternehmen AHE hat den Zuschlag erhalten und wird die Anlage für weitere 20 Jahre betreiben. Aus rund 25.000 Tonnen organischen Abfällen aus allen neun kreisangehörigen Städten erzeugen Bakterien dort jährlich gut 5,5 Millionen Kilowattstunden Strom.

Für euch bedeutet das, dass aus den Inhalten eurer Biotonnen weiterhin lokale Energie gewonnen wird. Landrat Jan-Christoph Schaberick sieht darin eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft, die der Atmosphäre jährlich 4.000 Tonnen Kohlendioxid erspart. Die Anlage bietet laut Betreiber sogar noch freie Kapazitäten, um künftig auch den Biomüll aus Nachbarstädten wie Dortmund, Bochum oder Hagen zu Strom zu machen.

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Von Wetter nach Witten in eure Steckdose: Ohne Störung, bitte!

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Damit aus eurem Biomüll reibungslos Energie werden kann, rufen der Kreis und die Städte dazu auf, Störstoffe aus der Tonne fernzuhalten. Das größte Problem sind demnach Plastiktüten. Das gilt laut den Behörden auch für Tüten, die ausdrücklich als "kompostierbar" verkauft werden. Am besten eignen sich einfache Papiertüten für das Sammeln in der Küche.

Hintergrund: Die Umwandlung von Abfall in Energie erfolgt über mehrere Schritte. In der Anlage lassen Bakterien aus Speiseresten und Gartenabfällen zunächst Biogas entstehen. Zwei Blockheizkraftwerke verwandeln dieses Gas anschließend in elektrische Energie, die direkt in das Stromnetz der Stadtwerke Witten eingespeist wird.

Beispiele vor Ort: Wie effektiv diese Art der Verwertung ist, zeigt ein konkretes Beispiel der Betreiber: Schon eine einzige Bananenschale aus der Biotonne liefert genug Energie, um eine Elf-Watt-Glühbirne für 34 Minuten leuchten zu lassen. Neben dem Strom entstehen in dem Prozess auch jährlich 5.000 Tonnen Kompost und 10.000 Tonnen Biodünger.

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