Arbeit aus dem Kreis ist Kunst
Veröffentlicht: Freitag, 10.10.2025 05:58
Das Kulturhistorische Museum Haus Kemnade zeigt ab morgen (11. Oktober, 15 Uhr) eine neue Ausstellung. Sie zeigt unter dem Titel "IndustrieART-EN" eine Verbindung zwischen Kunst und Industrie.

Verschiedene Firmen aus dem EN-Kreis haben den Wittener Fotokünstler Philip Ian Pearce in ihre Produktionsstätten gelassen. Er hat die Mitarbeitenden während ihrer Fertigungsprozesse fotografiert und die Bilder dann später am Computer farblich verändert:
Da kann auch im blauen Himmel mal rot sein oder grauer Hintergrund, wie auf einigen Bildern auch zu sehen. Das ist auf einmal Grün und blau und leuchtet, das sind so die Merkmale meiner Kunst, in die ich such mir die Objekte, was ich fotografieren will, da habe ich oft eine Idee, schau mir das an und sag ja, damit kann ich dann hinterher was machen.
Neben Fotos sind auch Skulpturen des Bildhauers Vasilij Plotnikov zu sehen. Die Ausstellung läuft noch bis zum 4. Januar. Mehr Infos gibt es auch online.

Handwerkliche Arbeit im Fokus
Fotokünstler Philip Ian Pearce war es wichtig, dass die handwerkliche Arbeit der Menschen im Mittelpunkt steht:
Ob es der Inhaber ist, ob es die Führungskräfte sind, die Mitarbeiter, wenn Kunst entsteht, und sie sind ein Teil der Kunst. Das macht stolz und das freut mich außerordentlich.
Pierce hat die Fotos nachher am Computer bearbeitet, die Farben sind deshalb komplett überzeichnet, aber das soll so sein:
Wie bei diesem Bild. Wir sehen hier eine Bramme, die aus der Hammerwalze kommt und da ist der Kopf, der abgeschnitten wird. Damit drehen die den in der Hammerwalze. Das sieht aus wie ein Vulkan, wenn man da noch weiter reingehen würde, würden Sie denken da schaut der Fotograf gerade mitten in einen Vulkan hinein.

Raus aus dem grauen Alltag
Die Ausstellung holt die Firmen aus ihrem grauen Alltag, sagt Christoph Schlierkamp vom Kulturbüro Bochum:
Ich denke, die Firmen werden ganz anders wahrgenommen beziehungsweise die Tätigkeiten werden auch anders wahrgenommen. Auch von den Betrachtenden. Und womöglich ist das das Wechselspiel, dass man sich auch wieder hier in der Region für diese Dinge mehr interessiert.


