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Ausgrabung in Sprockhövel - unbekannter Stollen entdeckt
© Deutsches Bergbau-Museum Bochum/ Jennifer Garner
Foto von der Ausgrabung in Sprockhövel vom 15. Oktober 2026.
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Ausgrabung in Sprockhövel - unbekannter Stollen entdeckt

Eine besondere Ausgrabung in Sprockhövel gibt Erkenntnisse über die Anfänge des Bergbaus.

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In Sprockhövel gab es eine besondere Ausgrabung am 15. Oktober 2026. Ein Forschungsteam des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, des Deutschen Bergbau-Museums Bochum und des GeoParks Ruhrgebiet hat in Sprockhövel-Haßlinghausen diese durchgeführt. In einem Waldgebiet entdeckten die Fachleute in diesem Jahr einen mindestens 130 Meter langen, bisher völlig unbekannten Stollen. Die Archäologen untersuchten dafür Öffnungen historischer Schächte und bohrten in alte Halden. Die Funde belegen die Anfänge des Stollenbaus im Ruhrgebiet, noch weit vor dem 18. Jahrhundert.

"In diesem Areal können wir sehr gut nachvollziehen, wie sich der Bergbau von einfachen Schächten und Gruben zum komplexen Stollenbau entwickelt hat", erklärt Dr. Manuel Zeiler von der LWL-Archäologie für Westfalen. "Mit archäologischen Methoden rekonstruieren wir die Anfänge des Bergbaus im Ruhrgebiet."
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Ausgrabung in Sprockhövel - unbekannter Stollen entdeckt
© LWL-Archäologie für Westfalen/ Manuel Zeiler
So sah es bei der Ausgrabung aus - am 15. Oktober 2026.
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Der alte Stollen, der in Sprockhövel ausgegraben wurde, habe für die Geschichte der Region große Bedeutung. Er zeige den direkten Übergang von einfachen Gruben hin zu komplexen unterirdischen Anlagen. Die Forschenden konnten an den Grabungsschnitten genau nachvollziehen, wie die frühen Bergleute arbeiteten: Sie legten zunächst mehrere Bauschächte an, trieben unten gleichzeitig verschiedene Stollenabschnitte voran und verbanden diese schließlich miteinander. Anschließend wurden die Schächte wieder verfüllt. Das erforderte schon damals einen enormen personellen und baulichen Aufwand.

"Die Ausgrabungen zeigen uns, wie die Bergleute die Schächte angelegt haben, wie groß der Bauaufwand war. Und sie liefern uns Material, das wir nach der Ausgrabung naturwissenschaftlich datieren können", erläutert Dr. Jennifer Garner vom Deutschen Bergbau-Museum Bochum. "Dabei ist überregional bedeutend, dass wir hier in diesem Kleinrevier erstmals die Anfänge des Stollenbaus im Ruhrgebiet vor dem 18. Jahrhundert nachweisen können."
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Fachleute auf den Spuren des Bergbaus in Sprockhövel

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Wie genau die Fachleute den tief im Untergrund liegenden Stollen aufspüren konnten, liegt an den Spuren in der Landschaft. Nach seiner historischen Nutzung brach der Stollen zusammen. Dadurch entstand an der Erdoberfläche eine sogenannte Senkungszone, die für die Archäologen heute noch sichtbar ist. Auch die verfüllten Bauschächte lassen sich in den Bodenprofilen gut erkennen.

Beispiele vor Ort: Das Waldgebiet bei Haßlinghausen gilt als besonders reich an Bodendenkmälern, wie erhaltenen Halden und Schächten. Bereits im Jahr 2025 untersuchte das Forschungsteam hier einen der ältesten noch erhaltenen Stollen im gesamten Ruhrgebiet. Die aktuellen Grabungen setzten diese Spurensuche in unmittelbarer Nachbarschaft erfolgreich fort.

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