
DEW plant Witten und Siegen zum Hauptstandort umzuwandeln - Stahlindustrie in der Krise
Witten soll neuer Haupstandort der Deutschen Edelstahlwerke, kurz DEW, werden. Hier erfahrt ihr, was in den nächsten 2 Jahren bei den DEW in Witten passieren soll.
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Witten wird Hauptstandort der Stahlproduktion von den DEW
Mehr Stahlprodukte aus Witten - das will das Unternehmen Deutsche Edelstahlwerke, kurz DEW. DEW wollen ihre Produktion vor Allem in Witten bündeln - und auch in Siegen. Dafür sollen die Werke in Hagen und Krefeld verkauft werden. Mehr als 1.000 Beschäftigte arbeiten bereits bei den Deutschen Edelstahlwerken in Witten - diese sollen jetzt ein mehr an der Produktion übernehmen, zum Beispiel soll etwa der Elektrolichtbogenofen und die Gießanlage dadurch fast voll ausgelastet werden. Der Mutterkonzern der DEW, Swiss Steel, gibt dazu bekannt: Der Spezialstahlstandort Witten sei bereits heute auf gewinnbringende Märkte wie die zivile Luftfahrt und die Rüstungsindustrie ausgerichtet - und weniger von der schrumpfenden Automobilindustrie abhängig. Mit der Konzentration auf Witten und das Walzwerk Siegen solle DEW langfristig wettbewerbsfähig werden. Der Umbau zu den Hauptstandorten in Witten und Siegen soll in den nächsten zwei Jahren stattfinden.
Wird der DEW-Umbau nach Witten und Siegen Jobs kosten?
In Witten ist der DEW-Standort gesichert - in Hagen und Krefeld bangen womöglich 750 Menschen derzeit um ihre Jobs. Swiss Steel sprach von "schmerzhaften Veränderungen" - die Entscheidung greife tief in das Leben von Mitarbeitenden, Familien und in die Wirtschaftsregionen in Nordrhein-Westfalen ein. Laut Swiss Steel sei die Entscheidung eine wirtschaftliche Notwendigkeit und kein Urteil über individuelle Leistungen. Jetzt wird unter anderem mit den Betriebsräten verhandelt. Die bedrohten Beschäftigten sollen aber auch möglicherweise nach Witten oder Hagen wechseln können.