
DEW plant Witten zum Hauptstandort umzuwandeln - Stahlindustrie in der Krise
Witten soll neuer Haupstandort der Deutschen Edelstahlwerke, kurz DEW, werden. Hier erfahrt ihr, was in den nächsten 2 Jahren bei DEW in Witten passieren soll.
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Witten wird Hauptstandort der Stahlproduktion von den DEW
Mehr Stahlprodukte aus Witten - das will das Unternehmen Deutsche Edelstahlwerke, kurz DEW. DEW, beziehungsweise die dahinterstehende Muttergesellschaft Swiss Steel, wollen ihre Produktion vor Allem in Witten mit Spezialstahl bündeln. Auch in Siegen wollen sie nur noch einen Standort erhalten, die Walzwerke. Die Werke in Hagen und Krefeld sollen verkauft werden.
Mehr als 1.000 Beschäftigte arbeiten bereits bei den Deutschen Edelstahlwerken in Witten - diese sollen jetzt ein mehr an der Produktion übernehmen, zum Beispiel soll etwa der Elektrolichtbogenofen und die Gießanlage dadurch fast voll ausgelastet werden.
Der Mutterkonzern der DEW, Swiss Steel, gibt weiter dazu bekannt: Der Spezialstahlstandort Witten sei bereits heute auf gewinnbringende Märkte wie die zivile Luftfahrt und die Rüstungsindustrie ausgerichtet - und weniger von der schrumpfenden Automobilindustrie abhängig. Mit der Konzentration auf Witten und das Walzwerk Siegen solle DEW langfristig wettbewerbsfähig werden. Swiss Steel sprach von "schmerzhaften Veränderungen" - die Entscheidung greife tief in das Leben von Mitarbeitenden, Familien und in die Wirtschaftsregionen in Nordrhein-Westfalen ein. Laut Swiss Steel sei die Entscheidung eine wirtschaftliche Notwendigkeit und kein Urteil über individuelle Leistungen. Jetzt wird unter anderem mit den Betriebsräten verhandelt. Die bedrohten Beschäftigten sollen aber auch möglicherweise nach Witten oder Siegen wechseln können. Der Umbau zum Hauptstandort in Witten (und teils in Siegen) soll in den nächsten zwei Jahren stattfinden.
DEW-Betriebsrat trifft sich in Witten: Alle Belegschaften wurden informiert.
In Witten ist der DEW-Standort gesichert - in Hagen und Krefeld, und teilweise in Siegen, bangen mehr als 1.000 Menschen derzeit um ihre Arbeitsplätze. Bei DEW in Witten gab es am Nachmittag des 14. Oktober ein Treffen des Betriebsrats um die Lage für die Mitarbeitenden zu besprechen. Im Anschluss sagt uns Burak Bilal, Vorsitzender des DEW-Betriebsrats im Nachgang, dass alle Belegschaften informiert wurden. Er sehe die Notwendigkeit der Schritte hin zu einem zentralen Standort, aber er möchte für alle Mitarbeitenden von allen Standorten einstehen. Zur Not wollen sie versuchen, die Belegschaften aus den anderen DEW-Standorten in Witten oder im Walzwerk Siegen zu beschäftigen und einzugliedern.


