Anzeige
Fronten im Tarifstreit verhärten sich
© IG Metall
Teilen: mail

Fronten im Tarifstreit verhärten sich

Die IG Metall droht in der Metall- und Elektroindustrie mit Warnstreiks. Heimische Arbeitgeber fordern dagegen eine Atempause.

Veröffentlicht:

Anzeige

Im Tarifstreit der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie stehen die Zeichen auf Sturm. Die IG Metall hat das aktuelle Angebot der Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde am heutigen Tag scharf zurückgewiesen, da es viel zu spät komme und die Inflation nicht ausgleiche. Das Angebot sieht laut Gewerkschaft eine Einmalzahlung im kommenden Jahr sowie gut ein Prozent mehr Lohn ab Mitte 2028 vor. Sollte es keine Nachbesserungen geben, droht die Arbeitnehmervertretung mit ersten Warnstreiks.

Der Märkische Arbeitgeberverband (MAV), der Betriebe in Hagen und im Ennepe-Ruhr-Kreis vertritt, hält die Pläne der Unternehmen hingegen für angemessen. Die Industrie benötige in der derzeit schwierigen Wirtschaftslage dringend eine tarifpolitische Atempause, um Arbeitsplätze in der Region langfristig zu sichern. Die Forderung der IG Metall nach fünf Prozent mehr Geld könne die Arbeitgeberseite laut MAV nicht nachvollziehen. Zudem kritisieren die Unternehmen die anhaltend hohen Krankenstände, die eine zusätzliche und schwere Belastung für die heimischen Betriebe darstellen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige