
Hattingen: Bio- und Restmülltonnen bekommen digitale Chips
Die Stadt Hattingen rüstet ab November alle Bio- und Restmülltonnen mit einem Identifikations-Chip aus. Grundstückseigentümer erhalten bereits in dieser Woche Post mit ersten Anweisungen.
Veröffentlicht:
Die Stadt Hattingen führt gemeinsam mit einer Fachfirma ein digitales Identifikationssystem für die Abfallentsorgung ein. Betroffen sind sämtliche Bio- und Restmülltonnen im Stadtgebiet. Bereits in dieser Woche bekommen alle Grundstückseigentümer Post. In den Briefen sind Papieraufkleber enthalten, die ihr vorab auf die Deckel eurer Tonnen kleben müsst. Die eigentliche Montage der Chips startet dann ab dem 2. November, beginnend im Stadtteil Niederwenigern. Den genauen Termin für eure Straße findet ihr im Anschreiben.
Weniger Bürokratie
Für die Stadtverwaltung bedeutet das neue System vor allem weniger Bürokratie. Neuanmeldungen oder der Austausch von defekten Behältern sollen künftig deutlich reibungsloser ablaufen. Für euch vor Ort ändert sich bei der Entsorgung nichts. Die Tonnen können während der gesamten Umrüstungsphase ganz normal weiter genutzt werden. Wichtig ist nur, dass ihr die Behälter am angekündigten Montagetag gut sichtbar und zugänglich an die Straße stellt - notfalls mithilfe der Nachbarn.
Ab 2027 Leerung nur noch mit Chip
Die Ausstattung mit den Transpondern ist für euch kostenlos. Wenn an euren Tonnen bis zum 1. Januar kein Chip angebracht ist, kann es ab dem neuen Jahr allerdings zu Problemen bei der Leerung kommen. Bei Fragen zur Umrüstung oder zu falschen Behältergrößen hat die Stadt eine Hotline unter 02324 204-3800 eingerichtet. Auch per E-Mail an fb70@hattingen.de könnt ihr euch melden.
Wie der Chip funktioniert
Bei der Umrüstung wird ein kleiner Transponder unterhalb der sogenannten Kammleiste montiert, zusätzlich kommt ein Barcode-Etikett an die linke Seite des Behälters. Ein wichtiger Hinweis zum Datenschutz: Das System dient ausschließlich der Verwaltung. Die Mülltonnen werden beim Leeren nicht gewogen und auch der Inhalt wird durch den Chip in keiner Weise erfasst oder kontrolliert.
Chips nicht überall verbreitet
Auch in Herdecke oder Sprockhövel gibt es schon Chips in Restmüll- oder Biotonnen, teilweise schon seit einigen Jahren. Die Stadt Witten nutzt solche Chips dagegen bisher nicht und plant das nach aktuellem Stand auch nicht.