
Mann aus Gevelsberg wurde gefasst
Der gesuchte Mann aus Gevelsberg wurde gefasst. Nach Sabotageakten an mehreren Umspannwerken gab es tagelang Einsätze.
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Mann aus Gevelsberg nach Strom-Sabotage gefasst: Aktuelle Infos
Der wegen mutmaßlich Strom-Sabotage gesuchte Gevelsberger wurde gefasst, konkret in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler, das meldet die dpa (08. September, 14 Uhr). Nun hat auch Innenminister Reul sich in einer Pressekonferenz zur Festnahme des gesuchten Gevelsbergers Daniel N. geäußert. Darin sagt Reul, dass der Gevelsberger aktuell polizeilich befragt und untersucht wird. Derzeit sei demnach noch völlig unklar, ob er alleine agiert hat, oder Mittäter hatte. Für Reul sei jedoch klar, dass Daniel V. weitermachen wollte – weil der Gevelsberger bei der Festnahme nahe des Hambacher Forsts sowohl am Körper und im Zelt Sprengstoff hatte. Spekulationen um die Hintergründe der Tat seien aktuell „Kaffeesatzleserei“, so Reul in einer Pressekonferenz am 08. September.
Mann aus Gevelsberg hält die Polizei tagelang in Atem
Wegen erneuter Strom-Sabotage meldet die Polizei Köln am Montagnachmittag (07. September), dass auch Ermittlungen wegen eines aufgeschnittenen Zaunes am Umspannwerk im Kreis Wesel aufgenommen wurden. Eine 60-köpfige Ermittlungsgruppe wertet Unterlagen aus dem Besitz des Gesuchten aus. Es geht um mögliche weitere Tatorte im gesamten Bundesgebiet. Am Nachmittag gab es einen Einsatz zwischen Remscheid und Wuppertal, das hat die Polizei Köln auf Nachfrage von Radio Ennepe Ruhr bestätigt (Montag, 07. September, 14 Uhr). Am Sonntag (06. September) gab es auch einen Großeinsatz im Hambacher Forst bei Köln. Am Freitag (04. September) hatte es wegen eines Hinweises in einem Bekennerschreiben einen großen Einsatz auf dem Gelände rund um das Kraftwerk Weisweiler bei Aachen gegeben. In Gevelsberg durchsuchten Einsatzkräfte am Freitag (04. September) das Wohnhaus eines Mannes - Einsatzkräfte hatten die Wohnung des Gevelsbergers gestürmt und dort Sprengstoff gefunden. Am Freitag (04. September) stürmte auch ein Spezialeinsatzkommando rund 100 Kilometer entfernt von der Adresse des Gesuchten einen Lkw in einem Wald in Niederzier. Der Lkw soll zu einem Wohnmobil umgebaut sein und dem Tatverdächtigen gehören.
Zum Hintergrund der Anschläge des Gevelsbergers auf das deutsche Stromnetz
Innerhalb weniger Tage hat es in insgesamt drei Bundesländern mehrere Anschläge auf Umspannwerke gegeben. Nach den Anschlägen aufs Stromnetz in NRW und Brandenburg sind auch in Sachsen Sprengvorrichtungen entdeckt worden. Bei den Sabotageakten nutzte der Täter unter anderem selbstgebaute Raketen, um leitfähiges Material in Höchstspannungsleitungen zu schießen. Dadurch sollten Kurzschlüsse in den Anlagen ausgelöst werden. "Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen", heißt es in einem der Bekennerschreiben. Ein 46-jähriger Gevelsberger gilt laut Polizei als mutmaßlicher Verfasser von Bekennerschreiben, in denen Taten in Brandenburg, Rheidt, Dormagen und Weisweiler aufgeführt sind.
Da in den Dokumenten noch weitere Einrichtungen der kritischen Infrastruktur genannt werden, sind dort nun ebenfalls Einsatzkräfte vor Ort. Die Polizei will die betroffenen Anlagen so vor möglichen weiteren Angriffen schützen und mögliche Gefahren abwehren.