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Mann aus Gevelsberg wurde gefasst: neue Details
© André Hirtz / FUNKE Foto Services
Foto der Fahndung des 48-jährigen Gevelsbergers Nahe des Hambacher Forsts am 5. September.
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Mann aus Gevelsberg wurde gefasst: neue Details

Der gesuchte Mann aus Gevelsberg wurde gefasst. Zur Festnahme gibt es nun neue Details.

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Mann aus Gevelsberg gefasst: Aktuelle Infos

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Der wegen mutmaßlich Strom-Sabotage gesuchte Gevelsberger wurde gefasst, konkret in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler, das meldet die dpa (08. September, 14 Uhr). Das Kraftwerk befindet sich an der A4 zwischen Köln und Aachen - näher bei Aachen, gute 20 Kilometer vom Hambacher Forst.

Nun hat die dpa auch neue Informationen zur Festnahme bekanntgegeben (10. September, 05 Uhr); nach Sichtung der Body-Cam-Aufnahmen der Polizei vor Ort. Demnach hat niedergetretenes Gras die Autobahnpolizei auf die entscheidene Spur zu seinem Zelt nahe der A4 geführt. 200 Meter weiter stand es – ein Beamter richtete eine Pistole auf den Gevelsberger bei seinem Zelt. Die Festnahme soll dann friedlich verlaufen sein, direkt habe er zugegeben, der Gesuchte zu sein – obwohl er sein Äußeres stark verändert hatte.

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Mann aus Gevelsberg wurde gefasst: neue Details

Die Fahndung nach Daniel N. beim Hambacher Forst am 5. September lief bis zur Nacht.

© André Hirtz / FUNKE Foto Services

Mann aus Gevelsberg wurde gefasst: neue Details

Gesucht wurde nach Daniel N. auch in Gevelsberg am 4. September.

© Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

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Fotos von der Fahndung des Gevelsbergers Daniel N. beim Hambacher Forst (5. September 2026).

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Der Wohnort des mittlerweile gefassten Gevelsbergers wurde am 4. September abgesucht.

© Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Mann aus Gevelsberg wurde gefasst: neue Details

Foto der Fahndung des 48-jährigen Gevelsbergers Nahe des Hambacher Forsts am 5. September.

© André Hirtz / FUNKE Foto Services

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Der Leitende Polizeidirektor aus Köln Frank Wißbaum zieht ebenfalls Bilanz. Bis zu 1.700 Einsatzkräfte waren über die Tage der Fahndung eingesetzt. Es wurden mehrere Täterprofile besprochen, immer wieder angepasst. Vieles sei untypisch für einen Einzeltäter gewesen, etwa die 700 km Distanz zwischen den Sabotage-Orten. Und auch die drei Bekennerschreiben, die mit Klarnamen unterzeichnet wurden und an verschiedene Medien geschickt worden sind. In seinem letzten Bekennerschreiben hat er demnach auf aktuelle Medienberichte Bezug genommen, daraus folgert die Polizei, dass er "mitgelesen" habe. Nachdem am Freitag (04. September) sein Camping-Lastwagen in der Nähe des Hambacher Forsts gefunden wurde, war der Polizei klar, dass er zu Fuß unterwegs sei - deswegen wurde die Gegend rund um Weisweiler stark abgesucht, nachdem dort Sabotage-Vorrichtungen gefunden wurden. Dass den Gesuchten letztlich die Autobahnpolizei fand, die unabhängig im Einsatz war, erklärt sich Wißbaum mit dem Spürsinn und der Aufmerksamkeit der jungen Beamten.

Auch Innenminister Reul hat sich am Dienstagabend (08. September) in einer Pressekonferenz zur Festnahme des gesuchten Gevelsbergers Daniel N. geäußert. Darin sagt Reul, dass der Gevelsberger aktuell polizeilich befragt und untersucht wird. Derzeit sei demnach noch völlig unklar, ob er alleine agiert hat, oder Mittäter hatte. Für Reul sei jedoch klar, dass Daniel V. weitermachen wollte – weil der Gevelsberger bei der Festnahme nahe des Hambacher Forsts sowohl am Körper und im Zelt Sprengstoff hatte. Spekulationen um die Hintergründe der Tat seien aktuell „Kaffeesatzleserei“, so Reul in einer Pressekonferenz am 08. September.

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Mann aus Gevelsberg hält die Polizei tagelang in Atem

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Wegen erneuter Strom-Sabotage meldet die Polizei Köln am Montagnachmittag (07. September), dass auch Ermittlungen wegen eines aufgeschnittenen Zaunes am Umspannwerk im Kreis Wesel aufgenommen wurden. Eine 60-köpfige Ermittlungsgruppe wertet Unterlagen aus dem Besitz des Gesuchten aus. Es geht um mögliche weitere Tatorte im gesamten Bundesgebiet. Am Nachmittag gab es einen Einsatz zwischen Remscheid und Wuppertal, das hat die Polizei Köln auf Nachfrage von Radio Ennepe Ruhr bestätigt (Montag, 07. September, 14 Uhr). Am Sonntag (06. September) gab es auch einen Großeinsatz im Hambacher Forst bei Köln. Am Freitag (04. September) hatte es wegen eines Hinweises in einem Bekennerschreiben einen großen Einsatz auf dem Gelände rund um das Kraftwerk Weisweiler bei Aachen gegeben. In Gevelsberg durchsuchten Einsatzkräfte am Freitag (04. September) das Wohnhaus eines Mannes - Einsatzkräfte hatten die Wohnung des Gevelsbergers gestürmt und dort Sprengstoff gefunden. Am Freitag (04. September) stürmte auch ein Spezialeinsatzkommando rund 100 Kilometer entfernt von der Adresse des Gesuchten einen Lkw in einem Wald in Niederzier. Der Lkw soll zu einem Wohnmobil umgebaut sein und dem Tatverdächtigen gehören.

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Zum Hintergrund der Anschläge des Gevelsbergers auf das deutsche Stromnetz

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Innerhalb weniger Tage hat es in insgesamt drei Bundesländern mehrere Anschläge auf Umspannwerke gegeben. Nach den Anschlägen aufs Stromnetz in NRW und Brandenburg sind auch in Sachsen Sprengvorrichtungen entdeckt worden. Bei den Sabotageakten nutzte der Täter unter anderem selbstgebaute Raketen, um leitfähiges Material in Höchstspannungsleitungen zu schießen. Dadurch sollten Kurzschlüsse in den Anlagen ausgelöst werden. "Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen", heißt es in einem der Bekennerschreiben. Ein 46-jähriger Gevelsberger gilt laut Polizei als mutmaßlicher Verfasser von Bekennerschreiben, in denen Taten in Brandenburg, Rheidt, Dormagen und Weisweiler aufgeführt sind.

Da in den Dokumenten noch weitere Einrichtungen der kritischen Infrastruktur genannt werden, sind dort nun ebenfalls Einsatzkräfte vor Ort. Die Polizei will die betroffenen Anlagen so vor möglichen weiteren Angriffen schützen und mögliche Gefahren abwehren.

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