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Mehr Straftaten im Ennepe-Ruhr-Kreis
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Mehr Straftaten im Ennepe-Ruhr-Kreis

Die Polizeibehörden haben ihre Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2020 vorlgelegt. Für Witten kommen die Zahlen von der Polizei in Bochum. Die Schwelmer Kreispolizei ist für alle anderen Städte zuständig.

Veröffentlicht: Montag, 08.03.2021 15:55

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Bei der Gesamtzahl der Straftaten verfehlt der Ennepe-Ruhr-Kreis den Landestrend. Während NRW einen ganz leichten Rückgang verzeichnet, ist die Zahl der Delikte in unserem Kreis leicht gestiegen. Wie im ganzen Land zeichnen sich aber auch bei uns drei Trends ab.

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Weniger Einbrüche

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Seit einigen Jahren schon sinkt die Zahl der Einbrüche in Häuser und Wohnungen. Die Lockdowns im Jahr 2020 haben diesen Trend verstärkt. Die Menschen waren oft Zuhause und dementsprechend hatten es Einbrecher schwer. 308 Einbrüche wurden in allen Städten des Kreises letztes Jahr gemeldet. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren waren es weit über 1000 im ganzen Kreis. Leicht gestiegen sind die Einbruchszahlen nur in Ennepetal und Schwelm.

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Kriminalität wandert ins Netz

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Beide Polizeibehörden stellen fest, dass sich die Straftaten immer weiter in den virtuellen Raum verschieben. Betrügereien im Internet haben zugelegt, da wo Straftaten auf offener Straße zurückgehen. Witten allerdings hat im letzten Jahr auch leichte Anstiege bei Gewalttaten verzeichnet. Im Bereich der Schwelmer Kreispolizei ist die Gewaltkriminalität dagegen zurückgegangen. Allerdings haben dort die Angriffe und Widerstände auf und gegen Beamte zugelegt.

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Ermittler decken Kinderpornografie und Missbrauch auf

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Die Zahlen sind bedrückend, sprechen aber auch von einem Ermittlungserfolg. Die Kreispolizei Schwelm hat hier im Kreis 200% mehr Fälle von Besitz, Verbreitung oder Herstellung von kinderpornografischem Material aufgedeckt. Auch mehr Fälle von Kindesmissbrauch stehen in den Statistiken. In Witten ist der Anstieg von 10 auf 29 Fälle innerhalb eines Jahres besonders deutlich. Allerdings hat die Polizei in ganz NRW hier einen Schwerpunkt gesetzt und beispielsweise das Personal vervierfacht. Nach dem Motto "wer mehr sucht, der findet mehr" stehen diese Daten also für erfolgreiche Ermittlungsarbeit. Sie bedeuten nicht, dass tatsächlich mehr Straftaten im Bereich Kinderpornos und Kindesmissbrauch passieren.


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