
Neue Landschaftspläne im Ennepe Ruhr Kreis
Die Kreisverwaltung des Ennepe-Ruhr-Kreises arbeitet an neuen Landschaftsplänen. Die bestehenden Dokumente sind teilweise bis zu 40 Jahre alt und müssen grundlegend erneuert werden. Die auffälligste Änderung: Die bisherigen vier Teilpläne werden zusammengefasst.
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A1 als Grenze zwischen Nord und Süd
Im Ennepe Ruhr Kreis gilt künftig die Autobahn 1 grob als Grenze zwischen dem neuen Landschaftsplan "Nord" und dem Plan "Süd". Derzeit bereitet der Kreis die Auftragsvergabe an Planungsbüros vor, um noch in diesem Jahr mit der Kartierung der ersten Biotope und Waldflächen zu beginnen. Landschaftspläne regeln den Schutz, die Pflege und die Entwicklung von Natur und Landschaft vor Ort. Da die Kartierung der Flächen sehr aufwendig ist und verschiedene Behörden, Naturschutzverbände sowie die Land- und Forstwirtschaft eingebunden werden müssen, zieht sich das Verfahren über mehrere Jahre. Nach bisherigen Informationen der Kreisverwaltung wird der finale Satzungsbeschluss für den Nord-Plan erst für das Jahr 2031 erwartet. Die Aufstellung der neuen Pläne wird finanziell vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützt. Von den rund 345.000 Euro kalkulierten Sachkosten für den Plan "Nord" übernimmt das Land 80 Prozent durch Fördermittel. Der Eigenanteil des Ennepe-Ruhr-Kreises liegt somit bei knapp 69.000 Euro. Zuletzt kam es beim Gesamtzeitplan allerdings zu leichten Verschiebungen, unter anderem weil Förderbescheide erst verspätet eintrafen und Abstimmungen zu den Kartierungen angepasst werden mussten. Die neue Struktur teilt die Städte im Kreisgebiet räumlich klar auf. Zum Geltungsbereich "Nord" gehören künftig Hattingen, Herdecke, Sprockhövel, Wetter und Witten mit einer Gesamtfläche von 246 Quadratkilometern. Der südliche Bereich umfasst Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg sowie Schwelm und ist mit 164 Quadratkilometern etwas kleiner.