
Neue Rikscha-Pilotinnen und -Piloten gesucht
Das Inklusionsprojekt „Radeln ohne Alter“ der ADFC-Ortsgruppe Hattingen/Sprockhövel bereitet sich gemeinsam mit der Kirchengemeinde St. Peter und Paul auf die kommende Saison vor. Weil die Nachfrage steigt, braucht es jetzt weitere Fahrerinnen und Fahrer.
Veröffentlicht: Donnerstag, 19.03.2026 05:26
Das steckt hinter "Radeln ohne Alter"
Das Fahren ist zweitrangig.
Zusammen Spaß haben, eine gute Zeit verbringen, den Wind durch die Haare wehen lassen - so beschreibt Organisator Bernd Lauenroth das Projekt. Es richtet sich an ältere Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, aber auch an jüngere, gehandicapte Menschen. Seit 2022 fahren die Rikschas der ADFC Ortsgruppe Hattingen / Sprockhövel durch unseren Kreis - seitdem wächst die Nachfrage stetig. Deshalb wurde jetzt die mittlerweile fünfte Rikscha für 1.400 Euro in Auftrag gegeben. Finanziert wird das Projekt komplett durch Sponsoren.
Glücksbringer aus dem EN-Kreis gesucht
Vier Rikschas haben im vergangenen Jahr insgesamt 3.957 Kilometer zurückgelegt und dabei 950 Gäste gefahren. Zum Start der neuen Saison ab Ende April kommt eine weitere Rikscha dazu - und noch mehr Fahrten. 46 Ehrenamtliche sind aktuell in dem Gruppenchat, über den die Kommunikation läuft. Das Team ist bereits stark aufgestellt. Um allen Anfragen gerecht zu werden, die Wartezeiten zu verkürzen und die fünf Rikschas voll auszulasten, sucht der ADFC jetzt weitere Unterstützung. Sportlichkeit ist dabei übrigens Nebensache - die Rikschas sind motorisiert.
Wer das Team verstärken möchte, bekommt eine Schulung. Interessierte können sich an Bernd Lauenroth vom ADFC der Ortsgruppe Hattingen / Sprockhövel unter der Telefonnummer: 0170 3333453 wenden. Weitere Infos gibt es außerdem hier.
"Mehr als ein kostenloser Fahrservice"
Von dem Projekt profitieren auch die Ehrenamtlichen, betont Bernd Lauenroth vom ADAC im Gespräch mit Radio Ennepe Ruhr. "Radeln ohne Alter" sei auch ein Projekt gegen Einsamkeit. Zum Beispiel für Rentnerinnen und Rentner.
Diese Freude, die man dann spürt, wenn man auf der Rikscha draufsitzt und die Menschen fährt, das sind unglaubliche Glücksmomente. Und die sind so gegenseitig - also, es steckt sich gegenseitig an und das ist einfach total schön.


