Polizei NRW bekommt 20.000 Smartphones: Was sie können

Jeder Streifen-Polizist in NRW soll in den kommenden Wochen mit einem Smartphone ausgestattet werden. Die Smartphones sollen den Polizisten die Arbeit im Alltag erleichtern.

© Narciandi

Die Smartphones haben zu Beginn nur drei Polizei-Apps: Einen Messenger über den die Beamten kommunizieren, Fotos und Videos verschicken können. Diese Applikation sieht so ähnlich aus wie der bekannte Messenger-Dienst WhatsApp, ist aber verschlüsselt und hat einen eigenen Polizeiserver - also deutlich sicherer.

Dann gibt es eine App, über die Daten über Personen und Autos schnell abgerufen werden können. Schließlich können die Polizisten noch mit einem Dokumenten-Scanner arbeiten. So können sie damit Ausweise schnell abfotografieren und mit einer bundesweiten Datenbank vergleichen.

So soll das Smartphone in der Praxis eingesetzt werden

  1. Wenn Polizisten ein verdächtiges Auto entdecken, können sie jetzt mit dem Smartphone das Kennzeichen einscannen und in Sekundenschnelle spuckt eine App Informationen aus. Geklärt werden kann zum Beispiel, ob das Auto beispielsweise geklaut oder der Halter gesucht wird. Im Moment müssen die Beamten der Zentrale per Funk das Kennzeichen durchgeben und warten bis eine Antwort kommt.
  2. Wenn nach jemandem gefahndet wird, kann über den Messenger direkt an alle Polizisten ein Foto des Gesuchten geschickt werden. Die Beamten können wiederum direkt reagieren und beispielsweise Sichtungen melden.

NRW-Innenminster Reul gibt in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 23 Millionen Euro aus, weil er die Smartphones für eine gute Sache hält. Ihm sei es lieber, die Beamten müssten nach Feierabend nicht noch auf die Wache, ob Formulare auszufüllen. Mit den Smartphones sei die NRW-Polizei die best ausgestattete Polizei in ganz Deutschland.

Was die Smartphones in Zukunft können sollen

In der kommenden Zeit sollen die Smartphones auch dazu genutzt werden, Berichte anzufertigen. Im Moment müssen zum Beispiel Unfallberichte noch per Hand im Streifenwagen oder nach Feierabend auf der Wache ausgefüllt werden. Auch Fingerabdrücke sollen in den nächsten Jahren damit abgenommen werden können. An dieser Technologie wird gerade gearbeitet und sobald sie da ist, sollen die Polizisten sie bekommen. Das kann aber noch einige Jahre dauern.

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