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Ruhrfenster Mühlengraben in Witten nimmt Form an
© Radio Ennepe Ruhr
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Ruhrfenster Mühlengraben in Witten nimmt Form an

In Witten gehen die Arbeiten für die Internationale Gartenausstellung 2027 sichtbar voran. Am Ruhrfenster Mühlengraben entsteht aktuell ein neuer Aufenthaltsbereich mit direkter Wegeverbindung zum Wasser.

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Die Stadt Witten treibt die Bauarbeiten für die Internationale Gartenausstellung, kurz IGA, weiter voran. Aktuell liegt der Fokus auf dem sogenannten Ruhrfenster Mühlengraben. Dort entsteht bis zum Start der Ausstellung im April 2027 ein neuer Aufenthaltsbereich am Wasser. Dafür haben Bagger in den vergangenen Wochen bereits viel Erde bewegt. Laut Stadt sind erste Randeinfassungen für die neuen Wege gesetzt und auch Fahrradständer stehen bereits bereit. Zudem werden im Rahmen der Arbeiten neue Bäume gepflanzt und Wiesenflächen aufgewertet.

Für Spaziergänger und Radfahrer bedeutet das Projekt künftig eine deutliche Aufwertung. Eine neue Fußgängerrampe soll den Mühlengraben unter dem Ruhrdeich direkt mit der Ruhraue verbinden und das Wasser besser erlebbar machen. Erste Umrisse dieser Rampe sind bereits erkennbar. Da sie sich im direkten Uferbereich befindet, muss sie nach den vorbereitenden Erdarbeiten noch massiv betoniert werden. Das ist laut dem städtischen Betriebsamt zwingend notwendig, damit die Konstruktion bei künftigen Hochwassern nicht weggespült wird.

Neben dem Mühlengraben wird in Witten bereits seit Ende Juli an einem weiteren großen IGA-Projekt gearbeitet. Auch am Ruhrfenster Muttental und im Umfeld der Zeche Nachtigall laufen die Umbauarbeiten, um pünktlich zur Gartenausstellung fertig zu sein.

Weil in der Vergangenheit an einigen Stellen Bauschutt entsorgt wurde, wird der Boden auf der Baustelle am Mühlengraben akribisch untersucht. Ein eigens eingesetzter Bodenmanager prüft jede Erdschicht auf mögliche Altlasten, wie etwa Schwermetalle aus alten Rohren oder Farbreste. Erst nach der Laborprüfung wird entschieden, ob die Erde vor Ort wiederverwendet werden darf oder ob sie als belastetes Material fachgerecht entsorgt werden muss. Diese Vorgaben dienen dem Umwelt- und Arbeitsschutz.

Die strengen Schutzmaßnahmen zeigen sich auf der Baustelle unter anderem durch den Einsatz von sogenannten Schwarz-Weiß-Containern. Wird in einem Bereich gearbeitet, in dem der Boden nachweislich mit Schadstoffen belastet ist, müssen die Fachkräfte spezielle Schutzanzüge tragen. Nach der Arbeit betreten sie den schwarzen Bereich des Containers, um die verschmutzte Kleidung abzulegen. Danach wird geduscht, bevor die Arbeiter den Container über den sauberen weißen Bereich in ihrer normalen Straßenkleidung wieder verlassen.

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