
Ruhrtalradweg in Hattingen wird erweitert
Die Stadt Hattingen baut den Ruhrtalradweg im Bereich der Isenbergstraße auf einer Länge von rund einem Kilometer aus. Dort entsteht parallel zur bestehenden Trasse eine neue, dreieinhalb Meter breite Asphaltstrecke für Radfahrer. Da diese künftig rund 1,20 Meter oberhalb des Ufers verläuft, ist sie besser vor dem regelmäßigen Hochwasser der Ruhr geschützt. Durch den Neubau werden Rad- und Fußverkehr zudem sicher voneinander getrennt. Den alten Weg direkt am Wasser können Spaziergänger künftig exklusiv nutzen.
Veröffentlicht:
Isenbergstraße in Hattingen: 30 statt 70 km/h
In Hattingen entschärft die neue Aufteilung eine stark genutzte Engstelle unterhalb der Isenburg. Gleichzeitig soll das die Aufenthaltsqualität vor Ort steigern. Entlang der Strecke sind neue Bänke, Sitzstufen und Aufenthaltsflächen geplant. Das Projekt ist ein wichtiger Baustein für die Vorbereitungen der Internationalen Gartenausstellung (IGA) im Jahr 2027. Für den Umbau erhält die Stadt Fördergelder in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm "Stadt & Land". Während der Bauzeit, die für die Hauptarbeiten bis Ende des Jahres veranschlagt ist, muss der Radverkehr den gesperrten Bereich umfahren. Eine Umleitung für Radfahrer und Fußgänger geht über die angrenzende Isenbergstraße. Da sich dann Autos und Fahrräder die Fahrbahn teilen, wird die Straße verengt und die Höchstgeschwindigkeit vorübergehend von 70 auf 30 Stundenkilometer reduziert. Da die Baustelle in einem laut Stadt sensiblen Ökosystem liegt, spielen Natur- und Umweltschutz bei den Arbeiten eine große Rolle. Ein externes Büro begleitet die Maßnahme ökologisch. Als Ausgleich pflanzt die Stadt im oberen Bereich der Wiese rund 220 neue Bäume und Sträucher, die an Hochwasser angepasst sind, und legt über 600 Quadratmeter große Blühstreifen an.