
Sauerstoff für Fische in der Ennepetalsperre
Der Ruhrverband reichert ab sofort das Wasser der Ennepetalsperre gezielt mit reinem Sauerstoff an. Dafür wurden in der tiefsten und kältesten Schicht des Sees zwei jeweils 200 Meter lange, perforierte Leitungen verlegt. Durch kleine Löcher in den Schläuchen erreicht der Sauerstoff direkt die Tiefe. Die Aktion ist als Vorsichtsmaßnahme gedacht und soll voraussichtlich zwei bis drei Wochen dauern.
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Sauerstoffgehalt in Ennepetalsperre kann sinken im Frühherbst
In der Ennepetalsperre kann der Sauerstoff im Frühherbst stark sinken - das hat der Ruhrverband durch Kontrollen festgestellt. Das ist eine große Gefahr für Fische, die sich bevorzugt im kalten Wasser nahe des Grundes aufhalten. Wenn der Sauerstoff dort knapp wird, können sie wegen einer natürlichen Barriere im See nicht einfach in höhere Schichten schwimmen. Mit der Belüftung stabilisiert der Verband die Wasserqualität für die Tiere vor Ort. Im Sommer bilden sich in Talsperren deutliche Temperaturunterschiede. Zwischen dem warmen Oberflächenwasser und dem kalten Tiefenwasser entsteht eine Schicht, die oft fast keinen Sauerstoff enthält und den Wasseraustausch blockiert. Ursache dafür sind natürliche Abbauprozesse von abgestorbenen Wasserorganismen, die viel Sauerstoff verbrauchen. Erst wenn die Temperaturen im Herbst sinken, starker Wind weht und mehr Wasser zufließt, durchmischt sich der See wieder von allein.