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SIHK-Bilanz zeigt: Neun Prozent weniger Azubis in der Region
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SIHK-Bilanz zeigt: Neun Prozent weniger Azubis in der Region

In diesem Jahr haben deutlich weniger junge Menschen eine Ausbildung angefangen. Unternehmen möchten in Zukunft noch weniger Stellen anbieten.

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SHIK zu Hagen meldet deutlich weniger Azubis

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Bei uns in der Region starten in diesem Jahr deutlich weniger junge Menschen in eine Ausbildung. Das zeigt die aktuelle Statistik der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK), die unter anderem für Gevelsberg, Ennepetal, Schwelm, Herdecke, Wetter, Sprockhövel und Breckerfeld zuständig ist. Bis zum Stichtag Ende September wurden demnach 2.410 neue Ausbildungsverträge registriert. Das sind rund neun Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Rückgang zeigt sich sowohl bei den gewerblich-technischen als auch bei den kaufmännischen Berufen. Die SIHK sieht vor allem die schwache Wirtschaft als Grund für die Entwicklung. Viele Unternehmen seien unsicher und hielten sich deshalb bei Investitionen und bei der Personalplanung zurück. Teilweise bieten sie auch weniger Ausbildungsplätze an. Laut einer aktuellen Umfrage der Kammer planen 38 Prozent der befragten Unternehmen, künftig weniger Ausbildungsplätze anzubieten.

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Ennepe-Ruhr-Kreis steht stabiler da als Hagen

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Gleichzeitig bleiben viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Mehr als jeder vierte angebotene Platz konnte zuletzt nicht vergeben werden. In den meisten dieser Fälle fehlten laut SIHK passende Bewerbungen – entweder gab es zu wenige Bewerber und Bewerberinnen oder sie passten aus Sicht der Unternehmen nicht zur Stelle.

Regional gibt es allerdings Unterschiede. In Hagen wurden 491 neue Ausbildungsverträge registriert. Das entspricht einem Rückgang von 12,3 Prozent. Im Märkischen Kreis sank die Zahl um 12,1 Prozent auf 1.129 Verträge. Etwas stabiler ist die Entwicklung im Ennepe-Ruhr-Kreis. Dort wurden 790 neue Verträge abgeschlossen – 3,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Sandra Schäfer appelliert trotzdem, dass sich junge Menschen auf Ausbildungsstellen bewerben sollen: „Eine Bewerbung muss nicht auf dem Papier perfekt sein. Viele Unternehmen schauen sehr genau darauf, welches Potenzial und welche Motivation jemand mitbringt. Praktika, persönliche Gespräche und direkte Kontakte zu Betrieben können deshalb Türen öffnen, die allein über Zeugnisnoten vielleicht verschlossen geblieben wären.“
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