
SIHK startet Aktion gegen Verpackungsverordnung
Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (SIHK) zu Hagen ruft Unternehmen zu einer Protestaktion gegen die neue EU-Verpackungsverordnung auf. Sie warnt vor zu viel Bürokratie.
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Die südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen beteiligt sich an einer bundesweiten Protestaktion gegen die neue europäische Verpackungsverordnung. Die seit Mitte August geltenden Regeln stellen die heimische Wirtschaft vor große organisatorische und finanzielle Herausforderungen, heißt es von der Kammer - die Telefone von besorgten Unternehmern würden seit Monaten nicht mehr still stehen.
Nach Angaben von SIHK-Verpackungsexperte Frank Niehaus gefährdet die Verordnung den grenzüberschreitenden Handel. Firmen, die ins europäische Ausland liefern, müssen künftig für jedes der 27 Mitgliedsländer einen eigenen Bevollmächtigten beauftragen und sich dort registrieren. Die Vorgaben unterscheiden sich dabei von Land zu Land erheblich.
Um ein Zeichen gegen die Belastungen zu setzen, stellt die SIHK betroffenen Unternehmen nun Musterschreiben zur Verfügung. Diese können an die eigene betriebliche Situation angepasst und direkt an die zuständige EU-Kommissarin sowie an die Abgeordneten gesendet werden.
Ein weiterer umstrittener Punkt der EU-Verpackungsverordnung ist die neue Kennzeichnungspflicht. Betriebe müssen Angaben zu Erzeugern und Vorlieferanten auf den Verpackungen machen. Die SIHK kritisiert, dass dadurch sensible Geschäftsbeziehungen offengelegt werden.