
Witten: Fahrplan zum Gasausstieg
Gasausstieg ist beschlossene Sache in Witten! Auf Antrag von Wittener SPD, Grünen und Linke+ hat der Stadtrat in Witten gestern (14. September) einen klaren Kurs für den künftigen Heizungstausch vorgegeben. Ziel ist es, den aktuellen Erdgas-Anteil von knapp 70 Prozent bis 2040 auf null zu senken. Dafür sollen die Stadtwerke ein detailliertes Konzept vorlegen, aus dem hervorgeht, wie sich die Zahl der Gaskunden künftig entwickelt und wann erste Leitungen voraussichtlich nicht mehr benötigt werden.
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Gasausstieg ist beschlossene Sache in Witten: Infoabend geplant
Auf Antrag von Wittener SPD, Grünen und Linke+ hat der Stadtrat in Witten gestern (14. September) einen klaren Kurs für den künftigen Heizungstausch vorgegeben. Ziel ist es, den aktuellen Erdgas-Anteil von knapp 70 Prozent bis 2040 auf null zu senken. Dafür sollen die Stadtwerke ein detailliertes Konzept vorlegen, aus dem hervorgeht, wie sich die Zahl der Gaskunden künftig entwickelt und wann erste Leitungen voraussichtlich nicht mehr benötigt werden. Die Initiative WittenZero begrüßt den Beschluss. Ein frühzeitiger Umstieg auf klimafreundliche Alternativen sei der beste Schutz vor diesen Kostenfallen.
Ein Infoabend in Witten soll den Bürgerinnen und Bürgern mehr Planungssicherheit geben. Weil Erdgas durch den steigenden CO2-Preis teurer wird und sich die Netz-Betriebskosten bei weniger Nutzern auf weniger Schultern verteilen, drohen verbleibenden Gas-Kunden auf Dauer hohe Mehrkosten. Die Stadt rät dazu, sich bei einem Heizungstausch frühzeitig über Fördermittel beraten zu lassen. Für den 3. November 2026 ist zudem eine Informationsveranstaltung des Kulturforums zur lokalen Wärmeplanung geplant. Unter dem Motto "Gas, Wärmenetz, Wärmepumpe?" können sich Interessierte über die nächsten Schritte informieren. Da ein Großteil des künftigen Wärmebedarfs über Strom gedeckt werden soll, bauen die Stadtwerke das Stromnetz in Witten bereits aus. Für zentrale Lösungen wie Nahwärmenetze laufen aktuell Machbarkeitsstudien in ausgewählten Beispielquartieren. Die Stadt hat bereits eine sogenannte Eignungskarte veröffentlicht, die mögliche Gebiete für ein künftiges Wärmenetz aufzeigt. Da sich jedoch ein Großteil des Wittener Stadtgebiets nicht für eine solche zentrale Versorgung eignet, wird Hausbesitzern in den meisten Fällen der Einbau einer Wärmepumpe empfohlen.